Nachdem wir nun umgezogen sind und nichtmehr das ganze Wohzimmer durch unsere Lieblinge bewohnen lassen können, waren wir gezwungen einen Auslauf zu bauen. Im Baumarkt bestellte ich kurzer Hand Schrankrückwände 4x 1x1m und 22x 1x0,5m. Möchte nicht wissen was die Verkäuferin gedacht hat.
Wir stellen also unseren tollen Kletterbaum genau mittig um das herausspringen zu vermeiden. Wir waren der Meinung ihnen durch den abgetrennten Bereich mehr Freiraum zu gönnen, sodass wir auch mal bedenkenlos unseren häuslichen Pflichten nachkommen können.
Denkste!!
Unsere Milka schafft es immerwieder. Der Kletterbaum ist schon halb auseinander gebaut. Weil sie von dort aus mühelos auf den Rand der Absperrung springt und dann durchs ganze Wohnzimmer hirscht. Ist dieser nichtmehr hoch genug schieben wir die Platten auseinander, denn wir wissen ja genau wo die Öffnung ist. Rangeln uns dann zwischen Wand und Absperrung an der frischen Tapete nach oben und stiften gleich Muskat oder Mozzarella mit an, ihr zu folgen.
Meine Nerven!!!!!!!
Was soll man nur mit diesem Weib machen. Strafsitzen im Käfig bringt ja nun wenig.
Tagebuch Wildratte
Mittlerweile müssen die Mädels ohne Kletterbaum auskommen. Haben jetzt nurnoch Röhren ud Kartons und siehe da, unsere liebe Milka kommt nichtmehr hoch genug. Die Verbindungsstücke der einzelnen Platten haben wir auch verändert und der Ein- und Ausgang hat ein einfaches "Schloss" bekommen (Bilder folgen).
Unsere Jungs haben am Wochenende eine neuen Voliereninnenausbau bekommen. Ist toll geworden, mal sehen wie lang es so schön aussieht ;)
Heute nach der Arbeit werden wir mit Mozzarella zum Tierarzt fahren. Mal sehen was der sagt.
Tagebuch Wildratte
Gestern war ich ja nun beim Tierarzt mit unserer kleinen Mozzarella. Nach einer Fahrt von ca. 30 Minuten mussten wir auch recht lang warten. Mozzi hat erst rumgeschnüffelt, waren ja jede Menge neuer Gerüche von Hund, Katz und Co. Später lag sie in der Box (genau da wo meine Hand drunter war *warm*) und hat gedöst. Als wir dann endlich dran kamen horchte die Ärztin erstmal mit dem Ohr an der Ratte. Sie meinte auch gleich das man das schon extrem hört. Abhorchen war dann kein Problem, aber auf wiegen hatte sie so garkeine Lust. Einen Pieks später war es schon vorbei. Wir haben jetzt für die nächsten 6 Tage Antibiotika bekommen und ein Tüte Pulverchen zum Schleimlösen.
Alles in allem kann man diese Tierklinik nur empfehlen. Preis- Leistungsverhältnis und die Leute dort sind super. Da fahr ich lieber ein paar Kilometer als zum örtlichen Tierarzt zu gehen.
Tagebuch Wildratte
Mozzi geht es langsam besser. Naja richtig schlecht ging es ihr zwar nicht aber die Symptome klingen langsam ab. "Baytril" scheint wirklich ein gutes Mittelchen zu sein. Das zusätzliche ACC nimmt sie auch prima auf einem kleinen Leckerchen an.
Also frech und aufgeweckt ist sie nach wie vor *zum Glück*
Tagebuch Wildratte - Badetag
Am Samstag den 1.10.11 stand mal wieder ein Badetag an. Mein Freund war ab dem späten Nachmittag zum Klassentreffen und ich hatte mal richtig viel Zeit für die Nasen.
Ich nahm wie immer mehrere Schalen mit unterschiedlich tiefem Wasser. Für unsere 3 Tierheimnasen war es bestimmt das erste mal. Aber ausser Milka, die nur damit beschäftigt war über meine Schulter auszubrechen, haben es alle gleich verstanden und fleißig nach dem lecker Mais geangelt.
Schnell waren die Schälchen leer und dann waren sie der Meinung, sich zu dritt auf eine Seite der Schale zu setzen und kippten alles aus.
Aber man kann sagen, am Ende war mein Boden wieder sauber ;)
Ich bin so verzweifelt
Heute ist der 23.01.2012
Seit Weihnachten sind wir Dauergäste in unserer Tierklinik. Anfangs war eigentlich alles halb so schlimm, denn wir dachten Klecks hat eine einfache Infektion, wie wir sonst auch schnell und erfolgreich mit Baytril behandeln konnten. Kurze Zeit später merkten wir das unser John Doe auch etwas unnormale Geräusche von sich gab. Auch ihn haben wir sofort behandelt. Und nach einer reichlichen Woche war es ok. Doch bei Klecks wollte sich einfach keine Besserung einstellen. Trotzalledem fraß er und war recht munter. Später stellten wir die Medikamente um, nachdem wir ein Röntgenbild anfertigen lassen haben, um auszuschließen das er einen Tumor oder ähnliches hat.
Letzten Donnerstag ging es bei John Doe wieder los. Diesmal ganz akut. Freitag bin ich sofort wieder in die Klinik und auch er bekam das andere Mittel namens Synolux. Schon am gleichen Abend sagte ich, dass er mir garnicht gefalle. Sonntagfrüh wollte er nichts fressen und wir entschieden uns zum Notdienst zu fahren. Ich hatte mich schon mehr oder weniger damit abgefunden ihn einschläfern zu lassen. Aber wir wollten nichts unversucht lassen. Er bekam etwas Cortison und nochmal Schleimlöser. Im Behandlungszimmer bemerkte ich, dass er kaum eigene Wärme abgiebt. Beim Fieber messen bestätigte die Ärztin meinen Verdacht. Seine Temperatur lag bei 34,8 ° C. Normal wären ca. 38 - 39. Zuhause versuchten wir es mit Wasser, kleingematschte Möhre und Babybrei. Später am abend leckte er wengsten den Brei. Wärmten ihn mit Rotlicht und Wärmflasche. Denn die Ärztin meinte auch, das das Medikament vielleicht noch keine Zeit zum wirken hatte.
Ein Satz beim Notdienst von mir war: "Naja, dann ich es bei Klecks nur eine Frage der Zeit"
Und heute morgen geht es ihm wirklich nicht gut. Ich werde nun versuchen so schnell wie möglich von meinem Chef frei zu bekommen. Leider macht die Klinik regulär wieder 15 Uhr auf. Ich hoffe ich komme nicht zu spät. Denn ich möchte nicht das meine kleinen Lieblinge leiden.
Die beiden wären die Ersten die ich über die Regenbogebrücke schicken muss. Ich will sie nicht gehen lassen, aber ich kann sie nicht leiden lassen. Das haben sie nicht verdient. Trotzdem fällt es verdammt schwer. Sie sind gerade einmal 13 Monate alt.
Der Tag danach...
Heute (24.01.2012) hab ich leider keine guten Neuigkeiten zu berichten.
Unser geliebter Klecks ist von uns gegangen. Das waren die schlimmsten 1 1/2 Stunden seit langem. Die Details seiner Qualen möchte ich Euch ersparen. Aber nachdem was ich miterleben musste war es die beste Entscheidung ihn gehen zu lassen und von seinem Leid zu erlösen. Wir haben einen schönen Platz im Garten rausgesucht und uns verabschiedet. In unserem Herzen wird er immer bleiben, der kleine Racker.
Dennoch konnte ich mich heute morgen freuen und auch wieder lachen. Sein Bruder unser zweiter Patient John Doe saß gleichzeitig mit allen anderen am Fressnapf. Ich dachte ich seh nicht richtig. Den Medikamentenbrei wollte er nicht so richtig. Wahrscheinlich wollte es war "richtiges" zu fressen. Ich bin gespannt was Frau Doktor heute abend dazu sagt. Ich sagte gestern zu John Doe er muss kämpfen und gesund werden, allein schon wegen seines Bruders.
Freud und Leid liegen manchmal so nah beieinander.
Stolz wie Oskar
Heute ist Donnerstag der 26.01.2011
John Doe geht es seit der 2. Kortisonspritze wieder um Längen besser. Frühs hab ich jetzt schon zu tun, ihn von den anderen gleichfarbigen zu unterscheiden, weil man kaum noch etwas hört. Da muss es schon leise sein und am besten steckt man den Kopf tief in den Käfig. Heute sollen wir nochmal in der Klinik anrufen und berichten. Vielleicht ist er erstmal von dem ganzen Stress erlöst und wir bekommen den Rest noch so hin.
Mein Klecks "vom Stern" vermisse ich sehr. Muss täglich an ihn denken. Immer wenn ich zum Auto laufe oder nach Hause komme, werfe ich ihm ein Küsschen zu. Ist schon komisch wenn ich nach dem Auslauf der Nasen nur noch 11 zähle. Hoffe der Schmerz lässt irgendwann nach.